Feb 15

Leider gibt es in der Schweiz bisher keine Mini-GmbH. Doch hat die Schweiz weiterhin eine hohe Attraktivität, auch für Existenzgründer. Dabei handelt es freilich eher um finanzkräftige Investoren als um Gründer mit sehr schmalem Budget,

Dabei ist eine Firmengründung Schweiz einfacher als es sich so mancher  Laie vorstellt.

Am beliebtesten ist nach wie vor die GmbH Gründung Schweiz. Die Haftungsbeschränkung in Verbindung mit einem relativ bescheidenen Stammkapital von 20.000 Schweizer Franken ist für In- und Ausländer sehr attraktiv.

Steuerlich profitieren Unternehmen in der Schweiz von dem dezentralen Steuersystem, das sich auf drei Ebenen abspielt. Während auf Bundesebene für Unternehmen nur eine Gewinnsteuer von 8,5 % anfällt, schwankt die kantonale Gewinnsteuer zwischen 6 und 16 %. Insgesamt beträgt die Steuerbelastung von Unternehmen je nach Kanto zwischen 15 und 25 %.


Dez 8

Angesichts des rasanten Aufschwungs, den die Unternehmergesellschaft seit ihrer Einführung genommen hat, stellt sich die Frage, ob diese Gesellschaftsform auch bei der Jobsuche einen positiven Einfluss ausüben kann.

Grundsätzlich hat die Gesellschaftsform keinen wesentlichen Einfluss auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, doch kann man davon ausgehen, dass die "kleine GmbH" in der Regel von Kleinunternehmern und Existenzgründern gewählt wird, die nur über ein eng begrenztes Stellenangebot verfügen. Bei der Ausweitung des Geschäftsbetriebs dürfte die Mehrzahl der Mini-GmbH im Laufe der Zeit in Standard-GmbH umgewandelt werden, da das Mindestkapital einer GmbH ohnehin erreicht wird.

Unter dieser Voraussetzung darf man in Unternehmergesellschaften weniger spezialisierte Arbeitsplätze erwarten als in streng arbeitsteiligen großen Unternehmen. Allrounder, die schon am Anfang kräftig zupacken möchten und bereit sind, früh Verantwortung zu übernehmen, sind in Mini-GmbH bestimmt gefragt. Ein Vorteil bei der effektiven Jobsuche ist die leichte regionale Auffindbarkeit von Unternehmergesellschaften. Um herausfordernde Jobs in Leipzig zu finden, kann man in diesem Fall speziell nach Mini-GmbH im Großraum Leipzig suchen oder in einem Jobportal eine Auswahl nach regionalem Schwerpunkt treffen und aus der Liste leicht die Gesellschaftsform ersehen.

Als besonders effektiv hat sich dabei die erfolgreiche Jobsuchmaschine www.joboter.de erwiesen, deren Spider täglich die Stellenanzeigen von mehreren Tausend Unternehmen durchkämmt.


Dez 6

Die Rechtsformwahl stellt bei der Gründungsberatung ein wesentliches Kriterium dar, das dauerhafte Folgen nach sich zieht. Hier werden die gesellschaftsrechtlichen und steuerrechtlichen Weichen für die Zukunft gestellt. Nach der Einzelunternehmnung hat sich in letzter Zeit die Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) weit in der Beliebtheitsskala nach vorne geschoben.

Neben der Rechtsformwahl spielen spielt die Erstellung des Businessplans eine grundsätzliche Rolle bei der Beratung von Existenzgründern. Darin enthalten ist die Ermittlung des Kapitalbedarfs, des erforderlichen Umsatzes und die Liquiditätsplanung. Der wichtigste Baustein eines Businesplanes ist allerdings eine Rentabilitätsvorschau, die letzlich darüber entscheidet, ob das Existenzgründungsvorhaben überhaupt angepackt werden soll. Ergibt sich bei den Rentabilitätsberechnungen, dass eine dauerhafte, nachhaltige Existenz durch das Projekt nicht erreicht wwerden kann, empfiehlt es sich, dieses erst gar nicht zu verwirklichen.

Einzelheiten zur Existenzgründungsberatung finden Sie auf der Webseite www.gruendungsberatung-online.de.


Nov 23

Jede Existenzgründungsberatung hat sich auch mit Fragen der Rechtsformwahl zu befassen. Die Wahl der Rechtsform ist eine Grundlagenentscheidung, die den weiteren Verlauf der Existenzgründung entscheidend mitbestimmt. Die Unternehmergesellschaft – umgangssprachlich meist als Mini-GmbH bezeichnet, da sie im Prinzip eine GmbH mit reduziertem Mindestkapital ist – erfreut sich seit ihrer Einführung Ende 2008 steigender Beliebtheit bei Existenzgründern, da sie zum einen die übliche Haftungsbeschränkung einer Kapitalgesellschaft bietet und zum anderen nur einen minimalen Kapitaleinsatz verlangt. Wann die Rechtsform der Mini-GmbH am geeignetsten für einen Existenzgründer ist, lässt sich am besten nach einer eingehenden Existenzgründungsberatung feststellen.

So umfasst z.B. die Existenzgründungsberatung bei MWB zum Start ein kostenloses Erstgespräch, in dem der Gründungsberater einen ersten Eindruck hinsichtlich der Tragfähigkeit der Existenz gewinnen kann. Umgekehrt kann der Existenzgründer ein Gefühl dafür bekommen, ob der Gründungsberater gerade für sein Anliegen passend ist.

Haben Gründer und Berater zueinander gefunden, kann mit der Erstellung des Businessplans begonnen werden. Die Ausarbeitung des Textteils, der das Gründungskonzept beinhaltet, ist in der Regel weniger schwierig als der Zahlenteil, der den Kapitalbedarf, die benötigten Umsätze und die Ertragslage ineinander übergreifend darstellen soll. In der Regel ist darin auch eine Liquiditätsplanung enthalten.

Die Ausarbeitung eines umfangreichen Businessplans findet idealerweise im Rahmen eines so genannten Gründercoachings statt. Für das Gründercoaching gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, die der Gründungsberater überprüfen sollte. Insbesondere bei Gründungen aus der Arbeitslosiggkeit sind die Fördermaßnahmen bisher sehr weitgehend, wobei allerdings eine Einschränkung der Fördermittel und -dauer demnächst zu erwarten ist.

Ergibt sich aus dem Businessplan ein Finanzierungsbedarf beim Existenzgründer, so empfiehlt es sich bei dem dann erforderlichen Bankgespräch einen erfahrenen Gründungsberater hinzuzuziehen. Er kann die Finanzierungsmöglichkeiten am besten beurteilen und die Darstellung des Existenzgründers bei der Bank positiv beeinflussen. Außerdem ist er behilflich, den nowtwendigen Finanzbedarf überhaupt erst zu ermitteln. Auch in Finanzierungsfragen der Beschäftigten, z.B. bei der Riester Rente kann der Berater behilflich sein.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es sich in der Regel lohnt, einen Existenzgründungsberater einzuschalten, insbesondere wenn mit Hilfe staatlicher Förderprogramme die Aufwendungen dafür im Rahmen bleiben. Eine Spezialisierung des Beraters – z.B. auf die Mini-GmbH - ist nicht erforderlich, da das Wissen um die Unternehmergesellschaft inzwischen bei fast jedem Existenzgründungsberater vorhanden ist.


Okt 14

Der Bundesgerichtshof (BGH) hattte sich mit einem Fall zu befassen, in dem der Alleingesellschafter einer Unternehmergesellschaft eine Kapitalerhöhung von 500 € auf 25.000 € beschloss und die Leistung der Kapitalerhöhung als Sacheinlage in Form einer Beteiligung an einer anderen Gesellschaft erbringen wollte. Das Registergericht lehnte die Eintragung der Kapitalerhöhung aber mit Hinweis auf § 5a Abs. 2 Satz 2  GmbHG ab, nach dem bei der Mini-GmbH eine Sacheinlage unzulässig sei, solange die Gesellschaft nicht über ein Mindestkapital von 25.000 € verfüge.

Der BGH verneinte das Sacheinlagenverbot im vorliegenden Fall und führte dazu aus, dass es nach dem Wortlaut der Vorschrift nicht entscheidend sei, dass das Mindeststammkapital einer "normalen" GmbH einbezahlt oder in das Handelsregister eingetragen sei, sondern dass die sprachliche Formulierung "erreicht" die Auslegung zulasse, dass das Sacheinlagenverbot schon bei Erreichen der Mindestkapitalgrenze nicht mehr gelte. Ansonsten werde aber der Übergang zur vollwertigen GmbH erst mit der Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister bewirkt (BGH-Beschluss vom 19.04.2011- II ZB 25/10).


Jun 24

 

Wer in die Selbständigkeit starten will, muss nicht nur eine Geschäftsidee in der Hinterhand haben. Zur Unternehmensgründung gehört wesentlich mehr, wie der Aufbau einer Vertriebsstruktur, Buchführung und natürlich die Suche nach verlässlichem Stammpersonal. Was früher oder später auftaucht, ist die Frage nach der Unternehmensform. Viele Existenzgründer greifen aus Unwissenheit immer noch zum Einzelunternehmen. Schließlich kann sich nicht jeder das Kapital für die Gründung einer GmbH leisten.

Muss ein Existenzgründer auch nicht. Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit, mit deutlich niedrigerem Kapital in die Unternehmerwelt zu starten – im Rahmen der Mini-GmbH. Dahinter verbirgt sich die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, für deren Stammkapital bereits ein Euro ausreichend sein kann. Durch diesen Umstand erleichtert der Gesetzgeber dem Existenzgründer die Aufnahme des Geschäftsbetriebs im Rahmen einer haftungsbeschränkten Gesellschaft. Wie sieht es aber mit der Absicherung einer solchen Mini-GmbH aus?

 

Gewerbeversicherungen: Sicherheit für die Mini-GmbH

Werden gegen eine GmbH Ansprüche erhoben, haftet die Gesellschaft nur bis zur Höhe des Stammkapitals von mindestens 25.000 Euro. An dieser Tatsache gibt es nicht viel zu rütteln. Im Rahmen der Mini-GmbH reduziert sich das für die Haftung relevante Kapital deutlich. Je nach Einlage der Gesellschafter kann es sein, dass lediglich ein Euro als Stammkapital zur Verfügung steht. Haftungsansprüche Dritter lassen sich daraus nur schwer befriedigen.

Für den Gesellschafter kein Problem, schließlich haftet er nicht mit seinem Privatvermögen. Dass Experten trotzdem zum Abschluss einer Gewerbeversicherung raten, hat einen Grund, der sich exemplarisch im Schadenersatz illustrieren lässt. Verursacht die Mini-GmbH einen Sachschaden, ist sie als eigene Rechtspersönlichkeit haftbar. Reicht das Gesellschaftsvermögen zur Deckung der Schadenssumme nicht aus, besteht die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit für die Unternehmergesellschaft und daraus folgt die Insolvenz als logische Konsequenz.

  

Um die Mini-GmbH vor den Auswirkungen solcher Schadenersatzansprüche zu sichern, ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung angebracht. Letztere übernimmt die Regulierung von Sach- und Personenschäden, die im betrieblichen Alltag entstehen können. Da die Betriebshaftpflicht parallel zu diesem Kernbereich fälschlich erhobene Schadenersatzforderungen abweist, erfüllt sie einen weiteren Zweck – die passive Rechtsschutzfunktion. Die Betriebshaftpflichtversicherung stößt in einigen Bereichen aber an Grenzen – wenn Personen- oder Sachschäden in den Hintergrund rücken. Als Alternative wäre dann zum Beispiel die Vermögenshaftpflicht denkbar.

Im Bereich der Gewerbeversicherungen geht es nicht nur um Schadenersatzforderungen. Auch die substanzielle Werterhaltung muss für die Mini-GmbH vorangetrieben werden. Maschinen- und Produktionsanlagen, Lager samt Inhalt und die Gewerbeimmobilie sind Risiken, wie Leitungs- oder Feuerschäden und Blitzschlag ausgesetzt. Ein Bereich, den unter anderem die Inhaltsversicherung abdeckt. Je nach Branche und Unternehmensgröße muss der Abschluss der einen oder anderen zusätzlichen Gewerbeversicherung ins Auge gefasst werden – etwa im Bereich des Transportwesens oder produzierenden Gewerbes.

 

D&O-Versicherungen: Schutz der Chefetage

In den vergangenen Jahren sind sogenannte D&O-Versicherungen (Directors-and-Officers-Versicherung) zunehmend wichtiger geworden. Was verbirgt sich aber dahinter und welche Relevanz hat die D&O-Versicherungen für die Mini-GmbH? Grundsätzlich gehört zur Unternehmensgesellschaft ein Geschäftsführer. Dessen Entscheidungen sollen die Mini-GmbH nach vorn bringen.

Leider zeigen Erfahrungen der Vergangenheit, dass Fehlentscheidungen mitunter teuer werden können – sowohl nach innen wie außen. Hier tritt die D&O-Versicherung ein, welche die leitenden Organe der Unternehmergesellschaft schützt. Der Versicherungsschutz erstreckt sich unter anderem auch auf die Innenhaftung, also wenn das Unternehmen einen Anspruch gegen die leitenden Organe erhebt.


Mai 26

 

Ein wichtiges Argument bei der Rechtsformwahl stellen die Gründungskosten der Gesellschaft dar. Da es sich bei der Mini-GmbH um eine ins Handelsregister einzutragende Kapitalgesellschaft handelt, könnte man – ähnlich wie bei der GmbH – rekativ hohe Gründungskosten vermuten. Demist allerdings in der Praxis nicht so.

Zumindest bei einer Gründung mit dem Musterprotokoll lassen sich die Kosten in einem eng begrenzten Rahmen halten. Sie sind aber abhängig vom jeweiligen Stammkapital und der Zahl der Gesellschafter, welche den Gegenstandswert für die Notargebühren beinflussen. Wird das Musterprotokoll nicht verwendet, so beträgt dieser Gegenstandswert 25.000 € und erhöht die Notarkosten beträchtlich.

1. Die notariellen Beurkundungskosten für das Musterprotokoll und die Anmeldung zum Handelsregister bewegen sich zwischen 30 und 60 € (einschließlich MWSt). Dazu kommen noch Auslagen von 30 bis 40 €.

2. Die Gerichtsgebühren für die Eintragung ins Handelsregister betragen 100 €. Die Publikationsgebühren sind ab 2009 entfallen und werden durch eine Kostenpauschale von 1 € ersetzt.

3. Die Gebühren für die – erst nach der Eintragungs ins Handelsregister zu empfehlende – Gewerbeanmeldung belaufen sich – abhängig von der jeweiligen Gemeinde – auf ca. 30 bis 50 €. Hier in München betragen sie für juristische Personen derzeit 50 €, während Berlin mit 31 € auskommt.

Insgesamt gesehen liegen die Gründungskosten in der günstigsten Variante bei 200 €, während bei individuellen Gründungen mit entsprechender rechtlicher Beratung auch mehrere Tausend Euro zusammen kommen können.


Apr 10

Der große Vorteil bei der Gründung einer Unternehmergesellschaft kommt erst bei einer Gründung mit dem Musterprotokoll zum Tragen. Dies ist zwar wegen der speziellen Voraussetzungen nicht immer, jedoch sehr häufig möglich.

Am einfachsten ist die Gründung einer Ein-Personen-Mini.GmbH. Hierzu gibt es im Internet eine Reihe kostenloser Musterprotokolle, so dass mit einem gewissen gesellschaftsrechtlichen Grundwissen die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts nicht unbedingt nötig ist.

Aber auch bei einer Mini-GmbH mit bis zu drei Gesellschaftern kann ein Musterprotokoll verwendet werden, das die Gründungskosten erheblich senken kann.

Letztlich ist es eine Frage der Risikobereitschaft und des persönlichen Geschmacks, inwieweit man auf solche Gründungshilfen zurückgreift.


Jan 23

Nach einer Untersuchung der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena ist die Mini-GmbH (Unternehmergesellschaft) gut zwei Jahre nach ihrer Einführung  in der Praxis der Gesellschaftgründungen angenommen worden..

Bis zum 1. November 2010 waren bereits 44.271 Unternehmergesellschaften bei den deutschen Registergerichten registriert, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen mit 10.112, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg mit 7.355 bzw. 4.748 Neugründungen (Stand 31.12.2010). Einzelheiten können auf der Webseite der juristischen Fakultät nachgelesen werden.

Der Erfolg der neuen Rechtsform hat viele Skeptiker überrascht und die "Limited-Anhänger" nachdenklich gemacht. Die Erfolge dürften sich aber schnell herumsprechen und – insbesondere wenn die Möglichkeiten der Mini-GmbH als Komplementärin einer Kommanditgesellschaft noch besser bekannt werden – andere Gesellschaftsformen (wie z.B. die "Limited") in die zweite Reihe verweisen.


Jan 10

Willkommen auf unserem Blog zur Mini-GmbH. Es dient zur aktuellen Ergänzung unserer Informationsseiten zum Gesellschaft- und Steuerrecht der Unternehmergesellschaft.

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen oder Kommentaren zu beteiligen.

Die Redaktion


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